Der Katzer kommt

Katzers Jugendtraum war der übliche – durchstarten, berühmt werden und früh sterben. Irgendwas kam dazwischen. Nach einem bewegten Leben als Journalist und Extremsportler besann er sich mit 60 auf seine alten Ziele und begann als Aussteiger auf Mallorca von vorn.

Rufus Katzer ist ein Mann, der CIA-Agenten und einen ETA-Terroristen zum Freund hatte, mit einer Aussteigerkommune auf der Hawaii-Insel Maui sein Brot gebrochen hat und ziemlich rumgekommen ist. Er hat den Großen der Welt die Hand geschüttelt – dem Dalai Lama ebenso wie Clinton und Gorbatschow. Er war Ghostwriter für Klaus Schütz, Jochen Vogel und Richard von Weizsäcker, Eberhard Diepgen war sein Marathonpartner.

Katzer lebt jetzt sein fünftes Leben als Krimischreiber und hat sich den Vornamen Rufus zugelegt, was so viel wie der Rote heißt. Das erste Leben als Schulabbrecher und Beatnik endete mit 22. Rufus Katzer wurde Vater und Kriminalreporter. Bald machte er Ärger als politischer Journalist und stürzte die Berliner Landesregierung unter Heinrich Albertz. Das war sein zweites Leben.

Als der Ärger zu groß wurde, ließ er sich als Chef vom Dienst, Problemscout und Troubleshooter von Klaus Schütz in das Presseamt des Berliner Senats holen. Diese Lebensperiode endete mit dem ärztlichen Verdikt, das ihm mit fortgeschrittenem Darmkrebs höchstens noch ein Jahr bleiben würde.

Katzer pfiff drauf und lief einem neuen Leben entgegen. Er rannte über die Lavafelder von Hawaii und die Häuserschluchten von Berlin und Tokio, war erfolgreich mit dem Rennrad beim Race across America nonstop vom Pazifik zum Atlantik unterwegs und zwei Jahre später beim ersten Trans-Europa- Radrennen von Nordkap nach Gibraltar. Das Leben als Extremsportler lehrte ihn, dass du einem Kämpfer alles nehmen kannst bis auf seinen Überlebenswillen.

katzer

Nach dem Mauerfall in Berlin stieg er aus und erkor Mallorca zur neuen Heimat, um seinen Jugendtraum wahr zu machen – Schreiben als Schicksal, bis Schluss ist. Als Independent Autor publiziert er jährlich einen neuen Mallorca-Krimi. Seine Bücher sind von der Insel und ihren Menschen inspiriert. Katzer schert sich nicht um Konventionen, krakeelt und eckt an und hat ein großes Herz für Underdogs.

Er paddelt mit dem Kajak aufs Meer, lernt mit den Adlern, Geiern und Fischen zu reden und lässt sich von seinen vier Katzen und seiner Hündin in Pollença beim Schreiben helfen. Die Hündin sitzt neben ihm bei der Arbeit, die Katzen sitzen meist auf der Arbeit.

Katzer war mehrfach verheiratet, hat Kinder und Patchwork-Familie, einen Enkel und ein Patenkind der Organisation „Plan“ in Kenia. Als geborener Berliner des Jahrgangs 1941 und Sohn eines angesehenen Journalisten hat er das Kriegsende und die Trümmerstadt bewusst erlebt kklogo2015 und ist dem Gedanken der Verständigung und internationalen Solidarität verpflichtet.

Die Stieftochter eines Stasi-Oberst entdeckt in Mallorca ihre Gitanowurzeln und nimmt es mit den Nachtseiten der Insel sowie einem Goldschatz aus Bürgerkriegszeiten auf. Der Kampf der Rivalen um den Nibelungenschatz auf einem abgewrackten Kahn lässt sie als Schlüsselfigur kalt, doch das Geheimnis eines doppelten Inzests in ihrer Familie treibt sie fast in den Wahnsinn.

Winter auf Mallorca. Der Terror erreicht die Insel. In seinem neuen Mallorca Krimi "Der Mann mit dem Frettchen" kämpft Rufus Katzer gemeinsam mit einer Adlerdame, seiner Rottweilerhündin und einem im Holzboot geflüchteten Kind aus Afrika gegen einen drohenden Anschlag auf das Herz der Baleareninsel. Es ist ein Kampf gegen die Zeit, gegen internationale Organisationen und gegen seine eigene Vergangenheit.

Der Journalist Rufus Katzer findet die Leiche eines Drogenbosses an der Küste Mallorcas und informiert die Polizei. Polizei und Justiz lassen den Toten verschwinden, um einen Drogenkrieg der Kolumbianischen Kokainkartelle zu verhindern. Katzer macht sich mit Unterstützung einer emanzipierten Dorfpolizistin selbst an die Ermittlungen und gerät dabei in Lebensgefahr.